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Emerging Markets

Emerging Market ist im Finanz- und Börsenbereich die Bezeichnung für einen aufstrebenden Markt. Regelmäßig steht dieser aufstrebende Markt in Verbindung mit Staaten aus der sogenannten zweiten Welt, bei denen es sich um große Staaten wie beispielsweise die Volksrepublik China oder Indien handelt. Dazu gehören auch einige kleinere Staaten in Osteuropa, zum Beispiel Bulgarien und Rumänien sowie außerhalb Europas die Türkei.

Die Investition in Emerging Markets birgt höhere Risiken, da die Börsen- und Devisenkurse dieser Länder durch eine höhere Volatilität gekennzeichnet sind. Doch nicht allein die Schwankungsbreite ist risikoreich, sondern auch die möglichen Ausfallrisiken, was sich unter anderem in einem schlechteren Ranking widerspiegelt. Zu den spezifischen Risiken von Emerging Markets gehören unter anderem das (1) Währungsrisiko, da die jeweilige Landeswährung gegenüber dem Euro oder dem US-Dollar an Wert verlieren könnte, durch (2) das Risiko einer direkten Verstaatlichung oder einer indirekten Enteignung, beispielsweise durch eine hohe Besteuerung, und durch (3) die vergleichsweise intransparenten und inkompatiblen Bilanzierungsrichtlinien. Diesen Risiken steht die Chance gegenüber, in diesen Ländern überdurchschnittliche Gewinne zu erzielen. Diese sind bedingt durch ein sehr hohes Wirtschaftswachstum und dadurch, dass diese Länder noch nicht mit hochwertigen Konsumgütern gesättigt sind. Die Wirtschaft der Emerging Markets ist oftmals gekennzeichnet durch niedrige Löhne und wertvolle Rohstoffquellen. Diese Rahmenbedingungen werden meist begünstigt durch die Demografie dieser Länder, da der Anteil der jungen Menschen im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung höher ist als bei den meisten etablierten westlichen Wirtschaftsmächten.

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