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Disagio

Mit dem Begriff Disagio wird in der Finanzwelt ein Abschlag auf einen bestimmten Betrag verstanden, wobei das Disagio meist als prozentualer Anteil eines Nennwerts angegeben wird. Das bedeutet, dass das Disagio vom Nennwert abgezogen wird. Bei einer 100-Euro-Anleihe mit einem Disagio von fünf Prozent zahlt der Käufer für dieses Wertpapier lediglich 95 Euro.

Disagio findet man in unterschiedlichen Bereichen des Bank- und Finanzwesens, wo es sich für den Anleger oder Bankkunden sowohl positiv als auch negativ auswirken kann. Werden Anleihen und ähnliche Wertpapiere mit einem Disagio ausgegeben, profitiert der Käufer beim Kauf, weil der Preis unterhalb des Nennwerts liegt. Dennoch ist der Nennwert die Grundlage für die Verzinsung, sodass zugunsten des Käufers der Effektivzins durch den reduzierten Kaufpreis höher ausfällt als der Nominalzins.

Im Zusammenhang mit der Gewährung eines Kredits oder eines Darlehens wird die Disagioberechnung auch als Damnum bezeichnet. Hier wirkt sich ein Disagio zuungunsten des Kreditnehmers aus, denn der Kreditgeber zahlt nicht die gesamte Summe an den Kreditnehmer aus. Stattdessen erfolgt eine um den Abschlag verminderte Darlehensauszahlung und eine damit verbundene Erhöhung des Effektivzinses.

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